Unternehmen
31. März 2016

Vom Ingenieurbüro zum Mess- und Test-Systemhaus

Als SMART TESTSOLUTIONS sich vor 20 Jahren erstmals mit dem Thema Zellspannungsmessung beschäftigte agierte das Unternehmen als reines Ingenieurbüro, das kundenindividuelle Lösungen entwickelt. Das hat sich geändert. Zwar ist auch heute noch alles darauf ausgerichtet, Kunden aus diversen Branchen maßgeschneiderte Systeme für die Bewältigung ihrer Test- und Messaufgaben zu liefern. Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied: Heute greift SMART dabei auf eine breite Palette von Standard-I/O- und Software-Komponenten zurück, die je nach System kombiniert und – wenn nötig – durch kundenindividuell entwickelte Module ergänzt werden.

MCM-Produktfamilie bildet den Kern

„Die MCM-Produktfamilie ist der Kern des Unternehmens, seit 2010 bauen wir sie stetig weiter aus“, erläutert SMART-Geschäftsführer und Unternehmensgründer Wolfgang Neu, stellt aber gleichzeitig klar: „Unsere Mission ist nicht der Abverkauf von mehrkanaligen Standard-I/O-Modulen, sondern die Realisierung unterschiedlichster Anwendungen. Dank der Module müssen wir nicht jedes Mal von Null anfangen, trotzdem bekommt der Kunde von SMART einen Maßanzug.“

Anlass für Veränderung war die Erkenntnis, dass es bei allen individuell erstellten Kundensystemen bestimmte Grundgemeinsamkeiten gibt. Für die Entwicklung der MCM-Baugruppenfamilie habe SMART die Kundenanforderungen aus den verschiedenen Zielmärkten übereinandergelegt, die Gemeinsamkeiten identifiziert und fortan ein markt- und branchenübergreifendes Systemkonzept verfolgt.

Bis heute ist so eine Produktfamilie entstanden, mit der SMART mehrere Segmente des Mess- und Testmarkts in verschiedenen Branchen bedient. Das ist zum einen der angestammte Kernmarkt des Unternehmens, der Steuergerätetest in der Automobilindustrie. Weitere Marktsegmente sind Mess- und Prüftechnik, die in Prüfständen zum Einsatz kommt, und natürlich der Batterie- und Brennstoffzellen-Bereich.

Neben der Spannungsmessung deckt die MCM-Produktfamilie heute alle wichtigen I/O-Disziplinen ab: Es gibt Stimulationsbaugruppen, Simulationsbaugruppen, Schaltbaugruppen und Lastbaugruppen. Allen gemeinsam ist, dass sie viele Kanäle auf kleinstem Raum unterbringen, elektrisch extrem robust und sicher sind und die Signalkonditionierung „On Board“ besitzen. Außerdem bieten sie einen schnellen lokalen Bus für Echtzeitanwendungen und sind modular ausgebaut und skalierbar.

Kunden profitieren von Weiterentwicklungen in allen Bereichen

Das Besondere am Systemansatz von SMART ist, dass die Entwicklung der Baugruppenfamilie von mehreren Marktsegmenten getrieben wird. Kunden profitieren von Weiterentwicklungen, die nur für ein Marktsegment allein viel zu aufwändig wären. Ein Beispiel dafür ist das Zellspannungsmodul MCM IntelliProbe, das auf die Spannungsmessung von Brennstoffzellen-Stacks mit vielen hundert Einzelzellen abzielt. Bei der Überwachung von 400 bis 500 Kanälen müssen hohe Datenvolumen übertragen werden. Möglich wird das über einen Prozessrechner, der neben SPI und CAN auch den schnellen LVDS-Bus sowie Ethernet/EtherCat unterstützt. Mit der Erweiterung um diverse Bussysteme gab sich SMART jedoch nicht zufrieden: Die neue Anforderung war Anstoß, darüber hinaus einen Rechner mit einer deutlich höheren Prozessleistung zu entwickeln. Neu: „Das ist auch für die Standard-MCM-Baugruppe ein Riesenfortschritt, weil wir damit einen neuen Teilnehmer für anspruchsvolle Aufgaben gewonnen haben, die mehr Rechenleistung erfordern.“

von Silke Thole | sprechblase keine Kommentare

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